MBT 10.10.006 Passagiersschiff ss "Rijndam" (1951) - HAL

Artikelnummer:: 10.10.006

In den Niederlanden ist die Copa Casino noch am bekanntesten unter ihrem alten Taufnamen Rijndam. Das Schiff wurde 1949 als Kombination aus Frachtschiff und Passagierschiff mit dem Namen Dinteldijk entworfen. 1950 wurde jedoch beschlossen, es ausschließlich für die Passagierschifffahrt zu bauen und Rijndam zu nennen. Es wurde am 19. Juni 1951 nach der Probefahrt an die Holland America Lijn an der Wilhelminakade in Rotterdam ausgeliefert. Rufname zu dieser Zeit: PHFR.

 

Es war ein Schwesterschiff der Maasdam. Der Unterschied zwischen beiden Schiffen ist am einfachsten am Salon zu erkennen. Die Maasdam hatte dort 2x drei Fenster, wo die Rijndam zwei und vier Fenster hatte. Beide Schiffe hatten einen besonders schlanken Schornstein, einen Strombos Aerofoil Funnel, der erstmals 1950 auf dem französischen Schiff President de Cazalet angewendet wurde. Dieser hatte einen relativ geringen Luftwiderstand und dadurch einen Slipstream, der den Rauch vom Deck fernhielt. Sie hatten auf dem Achterschiff auf dem Promenadendeck ein Außenschwimmbad, sodass sie im Winter auch als Kreuzfahrtschiff genutzt werden konnten.

 

Nach dem Krieg spielten beide Schiffe eine wichtige Rolle bei der Emigration vieler Einwohner Europas. Sie unternahmen viele Reisen nach New York und Pier 21 in Halifax (Nova Scotia), Kanada, wo viele Emigranten von Bord gingen.

 

Rijndam


Eines der Hauptprobleme mit beiden Schwesterschiffen war das Design des Rumpfes als Frachtschiff. Für den Komfort der Passagiere rollten und stampften die Schiffe eigentlich zu viel. Im Dezember 1954 wurde die Rijndam bei Wilton Fijenoord mit Stabilisatoren ausgestattet.
Januar 1955 Wegen Vibrationen nach Southampton zurückgekehrt. Stabilisierungsflossen wieder entfernt.


1956: Neue Stabilisierungsflossen, nun vom Typ Denny Brown, die den Komfort der Passagiere bei Seegang stark positiv beeinflussten.


1960: Eingesetzt für die Fahrt nach Montreal.


1961: Sowohl auf der Rijndam als auch auf der Maasdam wurden 24 Touristenklasse-Kabinen auf dem Hauptdeck zu Luxuskabinen umgebaut, wodurch die Anzahl der Betten in der Touristenklasse auf 822 sank. Zudem wurde die First Class Lounge um eine geschmackvolle Bar in einer Alkove an Steuerbord erweitert.


6. November 1964: Eingesetzt für einen neuen Dienst nach Australien – Neuseeland.


1965: Erste Weltreise.


Februar 1966: Umbau bei der Werft Norddeutscher Lloyd in Bremerhaven.
Nach dem Umbau wurde die Rijndam an die Europa Canada Line GmbH, eine Tochtergesellschaft, verkauft und in Bremen unter deutscher Flagge registriert. Der inzwischen gelbe Schornstein wurde mit einem grünen Band mit weißen Rauten versehen. Die Absicht war, günstige Studentenreisen zu organisieren, die Besatzung wurde durch Deutsche mit niedrigerem Gehalt ersetzt.


8. Oktober 1966: Das Schiff verließ Bremerhaven für die erste Reise mit Studenten nach New York.


20. Oktober 1966: Sie brach zu einer Weltkreuzfahrt im Charter für das Chapman University College in Orange, Kalifornien, auf. Es wurde kein Klassenunterschied gemacht; es gab auch Selbstbedienung im Speisesaal. Zwischen den Reisen für die 'Floating University'-Kreuzfahrten überquerte sie den Atlantik für verschiedene andere Studentenorganisationen.


August 1967: Es wurde ein Schaden an einem Kessel festgestellt. Repariert bei Wilton Fijenoord in Schiedam.


28. August 1967: Die Holland America Lijn war unzufrieden mit dem Management der deutschen Tochter, fand, dass zu wenig Gewinn erzielt worden war, und das Schiff wurde wieder an eine niederländische Tochtergesellschaft, "Scheepvaart Maatschappij Trans-Ocean", übergeben. Auch diese Tochter spezialisierte sich auf Emigranten und Studenten. Der Schornstein wurde wieder mit einem schmalen rot-weiß-blauen Band übermalt und es kam wieder eine niederländische Besatzung an Bord. Trans Ocean gab dem Schiff einen neuen Namen: Waterman


Waterman
29. September 1967 verließ das Schiff Bremerhaven und kam am 9. Oktober in New York an, wo es am 11. Oktober wieder zu einer Weltreise mit dem Chapman University College aufbrach.


24. Mai 1968 Abfahrt für eine Reihe von Reisen New York – Rotterdam.


Rijndam
Am 10. Oktober 1968 erhielt sie in New York ihren ursprünglichen Namen Rijndam zurück und brach wieder zu 2 Reisen mit Studenten des Chapman University College auf, bis zum 27. Mai 1969.


Juli 1970 Aufgelegt in Schiedam.


9. Oktober 1970 Wieder in Fahrt, nun mit indonesischen Stewards. Der Einsatz billigerer Arbeitskräfte sorgte damals für viel Kritik in der Zeitung.


1. Februar 1971 Letzte Campus Afloat Kreuzfahrt für das Chapman University College.


1. Juni 1971 Aufgelegt in SCHIEDAM.


18. August 1972 Verkauft an World Wide Cruises, Handelsname von Epirotiki Steamship Nav. Co. in Piräus, einer griechischen Gesellschaft mit einer panamaischen Zweigstelle, und erhielt den Namen Atlas, gefolgt von einem umfassenden Umbau.[2] Registriert in Panama.

Atlas
1973 Das Schiff wurde grundlegend umgebaut, um ihm wieder ein zeitgemäßes Aussehen zu verleihen. So wurde unter anderem der Bug geschärft, neben internen Umbauten.


Juni 1977 Im Charter für TUI, Deutschland, bis Oktober 1977.


Sommer 1986 Aufgelegt in Eleusis, Griechenland.


Pride of Mississippi


24.12.1988 Verkauft an Gulfside Casinos Inc und als fahrendes Casino mit kurzen Kreuzfahrten im Golf von Mexiko eingesetzt, unter dem neuen Namen Pride of Mississippi Heimathafen: Gulfport in Mississippi
Pride of Galveston


1991 Nach Änderung des Casinogesetzes in Galveston, Texas, aufgelegt und wieder mit einem neuen Namen versehen: Pride of Galveston


1993 Nach einer Änderung des Casinogesetzes nach Gulfport zurückgekehrt. Ein neuer Name: Copa Casino.


Copa Casino


1993 Fest vertäut im Hafen von Biloxi, Mississippi als schwimmendes Casino. Doch als das Unternehmen auch eine Niederlassung an Land eröffnete, wurde beschlossen, das Schiff abwracken zu lassen.


1995 aus der Seefahrt. Später in Mobile, Alabama, aufgelegt.


Frühjahr 2003 Verkauft an Argo Systems FZE[3] zur Verschrottung in Alang, Indien.


Verließ Mobile am 3. März 2003 und wurde von der Fairplay XIV geschleppt.


14. März 2003 geriet die Copa Casino in Schwierigkeiten


16. März 2003 sank das Schiff vor der Küste der Dominikanischen Republik. Das Schiff liegt nun in etwa 2500 Metern Tiefe.

 


Spezifikationen:

Zeichnungsnummer

10.10.006

Autor

J. van Tuyl

Beschreibung

Passagiersschiff ss "Rijndam" (1951) - HAL

Qualität

sp/Linien; Seitenansicht; Deckpläne; Schnitte; das Set besteht aus einer Modellbauzeichnung plus allgemeinem Plan aus "Schip en Werf".

Maßstab

1 : 200

Anzahl Blätter A00

0

Anzahl Blätter A0

1

Anzahl Blätter A1

2

Anzahl Blätter A2

4

Anzahl Blätter A3

0

Anzahl Blätter A4

0

Gesamtzahl Blätter Zeichnung

7

Anzahl Blätter A4 Text

4

Gewicht in Gramm

325

Besonderheiten

L.ü.A. 76 cm

dM 1955/3,4

Kopie Artikel: 12.10.006 (7 Seiten)

Anmerkungen

 
0 Sterne, basierend auf 0 Bewertungen