MBT 10.11.050 HrMs-Kreuzer „Java“ (1925), „Sumatra“ (1926); nach dem Umbau (1937)

Artikelnummer:: 10.11.050

Hr.Ms. Java (1925 → umgebaut 1937)

 

Hintergrund: Flaggschiff der Java-Klasse, entworfen zur Verteidigung von Niederländisch-Indien. Kiellegung 1916, Indienststellung 1. Mai 1925

Technische Daten: 155 m lang, 16 m breit, 6,22 m Tiefgang, mit drei Schrauben und 73.000 PS; Höchstgeschwindigkeit ca. 31 Knoten

Bewaffnung (vor dem Umbau): Zehn 150-mm-Kanonen in offenen Einzelgeschützen, vier 75-mm-Flugabwehrkanonen sowie Minen und Wasserflugzeuge (Fokker IIID / C.VII-W)

Umbau (1937–1938):

Einbau eines modernen Feuerleitcomputers und einer Hazemeyer-Stabilisierung für 40-mm-Bofors-Geschütze

Ersatz der alten 75-mm-Flugabwehrgeschütze durch vier doppelte 40-mm-Bofors-Geschütze, Hinzufügung von vier Browning-Maschinengewehren vom Kaliber .50

Mastwerk gekürzt, verbesserte Signalstationen und sechs Suchscheinwerfer (1,2 m Spiegel)

Anschließend im Januar 1938 Wiederaufnahme der Feuerleitung bei Konvois in Gibraltar und Rückkehr nach Indien


 

Hr.Ms. Sumatra (1926 → Modernisierung ca. 1934–35)

Hintergrund: Zweites Schiff der Klasse; Kiellegung 1916, verzögert durch einen Turbinenbrand, in Dienst gestellt am 26. Mai 1926

Technische Daten: Gleiche Abmessungen und Leistung (drei Schrauben, ~82.000 PS), Geschwindigkeit 30–31 Knoten; Reichweite ~8.000 km bei 12 Knoten

Bewaffnung: Zehn 150-mm-Geschütze, ursprünglich vier 75-mm-Flugabwehrgeschütze (später ersetzt), vier 12,7-mm-Maschinengewehre, Minen und zwei Wasserflugzeuge

Modernisierung (1934–35):

Ersatz der 75-mm-Flugabwehrgeschütze durch sechs Bofors 40-mm-Geschütze, Installation von Flugzeugkränen

Weitere Überholungen in Surabaya und spätere Anpassungen in England und den USA.

Einsatz vor dem Zweiten Weltkrieg: Konvoibegleitung während des Spanischen Bürgerkriegs, Schutzmaßnahmen in Shanghai und Flottenbesuche in Asien.

Verlauf des Zweiten Weltkriegs: Flucht nach Großbritannien im Jahr 1940, Transport von Prinzessin Juliana, danach für Verteidigungs- und Ausbildungszwecke eingesetzt. 1944 als künstlicher Wellenbrecher bei der Landung der Alliierten in der Normandie eingesetzt und schließlich versenkt (4/1944).


 

Vergleich & Bedeutung des Umbaus

Merkmal Java (nach 1937) Sumatra (nach 1935)
Flugabwehrwaffen 4× doppelte 40-mm-Bofors-Geschütze + 4× 0,50-Kaliber-MG 6× 40-mm-Bofors
Feuerleitung Hazemeyer-System + Rechentafel Moderne Anlage, nicht genau Hazemeyer
Erkennung/Beleuchtung 6 × 1,2 m Suchscheinwerfer, größere Signalstation Begrenzte Informationen, jedoch neue Derrick-Anlagen
Rolle nach dem Umbau Konvoibegleitung, koloniale Patrouillen Unverändert, später nach 1940 für den Kampfeinsatz ungeeignet

Die Modernisierungen waren entscheidend, um diesen veralteten Schiffen eine moderne Flugabwehrfähigkeit zu verleihen und den Übergang von offenen Feuerstellungen zu geschlossener Feuerleitung und besserer Sensorausrüstung zu vollziehen. Dennoch blieben sie anfällig für U-Boote und Luftangriffe, und ihr veraltetes Design tat sein Übriges.

 


Technische Daten:

Zeichnungsnummer

10.11.050

Autor

J.TH.M. Buter

Beschreibung

Kreuzer „Java“ (1925), „Sumatra“ (1926); nach Umbau (1937)

Qualität

Spanten; Seitenansicht; Deckplan; einige Details der Aufbauten

Maßstab

1 : 500

Anzahl der Blätter A00

0

Anzahl der Blätter A0

0

Anzahl der Blätter A1

0

Anzahl der Blätter A2

0

Anzahl der Blätter A3

1

Anzahl der Blätter A4

0

Gesamtzahl der Zeichnungsblätter

1

Anzahl der A4-Seiten (Text)

0

Gewicht in Gramm

35

Besonderheiten

Gesamtlänge 31 cm

dM 1974/7, 1999/8,10

Kopie des Artikels: 12.11.050 (6 Seiten) (=12.11.049)

Anmerkungen

 
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