| Artikelnummer:: | 10.17.011 |
Spezifikationen:
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Zeichnungsnummer |
10.17.011 |
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Beschreibung |
Motorrettungsboot "Carlot" (1960) - KNZHRM |
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Qualität |
Spanten/Linien 1:37,65; Längsschnitte; Querschnitte |
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Maßstab |
1 : 40,2 |
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Anzahl Blätter A00 |
0 |
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Anzahl Blätter A0 |
0 |
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Anzahl Blätter A1 |
1 |
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Anzahl Blätter A2 |
1 |
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Anzahl Blätter A3 |
0 |
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Anzahl Blätter A4 |
0 |
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Gesamtzahl der Zeichnungsblätter |
2 |
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Anzahl Blätter A4 Text |
0 |
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Gewicht in Gramm |
85 |
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Besonderheiten |
L.ü.A. 52 cm |
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Anmerkungen |
Das MRB Carlot wurde auf der Werft v/h H. Schouten N.V. in Muiden gebaut. Es wurde aus dem Nachlass von Fräulein C. M. J. Meyer finanziert, die testamentarisch verfügt hatte, dass dem Boot der Name Carlot gegeben werden sollte.
Die Carlot und ihre Schwesterschiffe die Bernard van Leer (1965), die Gebroeders Luden (1965), die Johanna Louisa (1968) und die Suzanna (1968) sind vom Typ Prins Hendrik (1951), jedoch 4,15 m breit anstatt 4,05 m.
Sie sind mit zwei Kromhout-Dieselmotoren Typ 8 TS 117 mit jeweils 140 PS ausgestattet. Die Motoren sind mit einem hydraulischen Wendegetriebe mit einer Untersetzung von 3:1 ausgestattet, und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 10,6 Knoten.
Besatzung 5 Personen; Geretteten-Kapazität: 120 Personen.
Diese Boote waren ursprünglich nur mit geschlossenen Steuerhäusern ausgestattet. Alle vor der Carlot gebauten Motorrettungsboote hatten mindestens einen offenen Steuerstand. Zwar haben diese den Vorteil, dass der Skipper eine uneingeschränkte Sicht hat, doch der Nachteil ist, dass die Besatzung nur teilweise geschützt ist, was auf langen Fahrten besonders viel von ihrer Ausdauer fordert. Dank des geschlossenen Steuerhauses wird die Selbstaufrichtungsfähigkeit zusätzlich erhöht. Sind nämlich alle Türen in diesem Steuerhaus geschlossen, so bildet die „Luftblase“ im Steuerhaus eine so große Auftriebskraft, dass das Boot eigentlich nicht mehr kentern kann. Bei der Kentertest mit geschlossenen Türen richtete sich das Boot sofort auf und war nach 6 Sekunden wieder in seiner normalen Position. Bei offenen Türen dauerte es ± 50 Sekunden, bis sich das Boot selbst aufgerichtet hatte. Die Boote des Typs Carlot sind mittels 6 wasserdichter Schotten, 16 Luftkästen und 5 Bodentanks in 28 wasserdichte Abteilungen unterteilt. Die Steuerung besteht aus einer durch einen Telemotor bedienten elektrisch-hydraulischen Steuermaschine, mit der Möglichkeit zur Handsteuerung. Im oberen Steuerhaus sind speziell konstruierte Schleuderfenster angebracht, sowie ein Echolot, die Fernbedienung für die Radiotelefonie-Geräte, die Gegensprechanlage zum unteren Steuerhaus und ein Magnetkompass. Im unteren Steuerhaus befinden sich die Radiotelefonie-Geräte, ein automatischer Funkpeiler mit festem Kreuzrahmen im Mast und die Radaranlage, deren Antenne auf dem Dach des oberen Steuerhauses platziert ist. Ab 1976 sind die Boote des Typs Carlot mit einer „Flying Bridge“ ausgestattet, einem kleinen offenen Steuerstand, um eine bessere Rundumsicht zu haben. In ihren 39 Dienstjahren absolvierte die Carlot 579 Rettungsfahrten. Dabei wurden 799 Menschen, neun Katzen, ein Hund und eine Taube gerettet.