| Artikelnummer:: | 10.19.026 |
Die Baggermaschine selbst ist eigentlich auf einem Stahlbehälter oder Ponton montiert. Vom Bug bis etwa zur Mitte des Behälters wurde in Längsrichtung eine Aussparung (als „Bun“ oder „Beun“ bezeichnet) angebracht. In der Mitte des Schiffes steht der Hauptbock, ein aus Stahl gefertigtes Portal, auf dem die Eimerleiter schwenkbar aufliegt. Diese Eimerleiter wird an der Unterseite am Leiterbock aufgehängt, der nahe am Bug des Schiffes aufgestellt ist. Im Ladderbok befindet sich ein Hebemechanismus, der den Ladderbok auf die gewünschte Tiefe absenkt, um den Boden auszubaggern. Beim Transport des Eimerbaggermühlen wird der Ladderbok größtenteils aus dem Wasser gehoben.
Die Eimerleiter dient zur Führung der Eimerkette. Dabei handelt es sich um eine Endloskette mit langen Gliedern, an denen die Eimer befestigt sind. Die Eimerkette läuft am oberen Ende der Leiter über eine fünfeckige Trommel, das sogenannte Fünfeck, und an der Unterseite über das sogenannte Sechseck sowie weiter über Rollen, die an der Eimerleiter befestigt sind. Die Anzahl der Eimer beträgt 30 bis 40 Stück, wobei die Anzahl vom Fassungsvermögen der Mühle abhängt. Das Fassungsvermögen eines Eimers liegt zwischen 300 und 850 Litern. Die Eimer verfügen über austauschbare Ränder aus gehärtetem Stahl am oberen Rand, um den Boden des Fluss- oder Meeresbodens abzuschaben. Im Boden jedes Eimers befinden sich ein oder mehrere Löcher, damit das im Eimer befindliche Wasser beim Einholen so weit wie möglich abfließen kann.
Die vollen Eimer werden nach oben geholt, und der Inhalt wird beim Kippen um die Fünfkantkonstruktion in einem Auffangbehälter aufgefangen. Die beiden daran angeschlossenen Auslaufrinnen leiten den ausgebaggerten Boden in einen neben der Mühle liegenden Behälter oder Sumpf ab. Wird eine Auslaufrinne nicht benutzt, kann der untere Teil in eine senkrechte Position gebracht werden, sodass die Rinne nicht aus dem Schiff herausragt. Im Auffangbehälter ist eine bewegliche Klappe angebracht, wodurch es möglich ist, entweder die linke oder die rechte Abflussrinne zu nutzen oder nicht.
Es gibt Eimerbagger mit und ohne eigenen Antrieb. Im letzteren Fall muss ein Schlepper den Bagger zu einem neuen Einsatzort transportieren. Am Baggerort wird der Eimerbagger mittels Winden bewegt. Auf dem Deck des Baggers sind vorne, hinten und an den Seiten Winden angebracht.[1] Die Seile der Winden sind mit Ankern oder festen Punkten an Land verbunden. Die seitlichen Winden bewegen die Baggermaschine während des Baggervorgangs von einer zur anderen Seite des Flusses oder der Fahrrinne.[1] Anschließend wird die Winde am Buganker angezogen und das hintere Seil gelöst, wodurch sich die Baggermühle nach vorne bewegt.[1] Danach werden die Seitenwinden wieder eingesetzt, um einen weiteren Abschnitt auszubaggern.
Im Jahr 1953 wurde die für jene Zeit größte und modernste Baggermühle der Welt fertiggestellt. Diese dieselelektrische Baggermühle (Friesland) wurde im Auftrag des Eigentümers, R. Boltje & Zonen NV aus Zwolle, mit Unterkünften für die Besatzung auf dem Oberdeck ausgestattet. Zudem wurde das Schiff mit 4 Meter langen, an Ankerseilen geführten Pfählen ausgestattet, sodass ein Unterwasserbagger problemlos längsseits der Baggermühle fahren konnte, ohne die Ankerseile zu berühren. Diese Anpassungen wurden später standardmäßig bei Baggermühlen im In- und Ausland übernommen.[2]
Technische Daten:
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Zeichnungsnummer |
10.19.026 |
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Autor |
J.H. Engelen |
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Beschreibung |
Eimerbagger Friesland |
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Qualität |
Gesamtplan; Schnitt- und Linienplan; Querschnitte; Details |
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Maßstab |
1 : 30 |
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Anzahl der A00-Blätter |
0 |
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Anzahl der Blätter A0 |
3 |
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Anzahl der Blätter A1 |
0 |
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Anzahl der Blätter A2 |
0 |
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Anzahl der Blätter A3 |
0 |
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Anzahl der Blätter A4 |
0 |
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Gesamtzahl der Zeichnungsblätter |
3 |
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Anzahl der A4-Seiten Text |
0 |
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Gewicht in Gramm |
205 |
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Besonderheiten |
Gesamtlänge 100 cm |
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Anmerkungen |