| Artikelnummer:: | 10.05.025 |
Ein Shanghai Sampan ist ein Typ traditionellen chinesischen Bootes, das in und um Shanghai, besonders im 19. und 20. Jahrhundert, weit verbreitet war. Das Wort Sampan stammt aus dem Kantonesischen (三板, wörtlich "drei Planken") und bezeichnet ein kleines, einfaches Holzfahrzeug, das auf Flüssen, Kanälen und Küstengewässern in Ost- und Südostasien verwendet wird. Die Shanghai-Variante hatte einige spezifische Merkmale, die sie an den städtischen und kommerziellen Kontext dieser Hafenstadt anpassten.
Bauweise:
Hölzerner, flacher Rumpf (Flachboden).
Meist 5 bis 9 Meter lang.
Gebaut für Stabilität auf Flüssen und geschützten Buchten wie dem Huangpu Jiang (Fluss von Shanghai).
Antrieb:
Traditionell mit Ruderriemen oder einem einblättrigen Paddel am Heck (dem „Yuloh“ oder chinesischen Ruderriemen).
Manche hatten ein kleines Segel oder wurden im 20. Jahrhundert mit einem kleinen Außenbordmotor ausgestattet.
Überdachung:
Ein typisches Merkmal war eine halbrunde Bambus- oder Holzüberdachung über der Mitte des Bootes, die Schutz vor Sonne und Regen bot.
Diese Überdachung ermöglichte es, auf dem Boot zu wohnen, was unter ärmeren Fischer- und Bootsbewohnerfamilien weit verbreitet war.
Verwendung:
Personenbeförderung innerhalb der Stadt (Art Wassertaxi).
Warentransport zu und von Märkten oder größeren Schiffen.
Wohnraum für arme Familien – einige lebten ihr ganzes Leben an Bord.
Fischerboote in den Flüssen und Küstengewässern des Jangtse-Deltas.
Im kolonialen Shanghai (vom späten 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts) wimmelte es in den Häfen und entlang der Flussufer von Sampans. Sie waren unverzichtbar für die städtische Logistik.
Die Boote wurden oft von armen Chinesen gesteuert, die die Flüsse wie ihre Westentasche kannten. Frauen steuerten ebenfalls regelmäßig Sampans – besonders innerhalb von Familien.
Viele ausländische Reisende und Fotografen des 19. Jahrhunderts hielten das geschäftige Leben auf den Flüssen Shanghais fest, wobei der Sampan ein ikonisches Element war.
Mit der Modernisierung Shanghais, dem Verschwinden traditioneller Hafenaktivitäten und dem Aufkommen des motorisierten Verkehrs sind Sampans weitgehend aus dem täglichen Stadtbild verschwunden. Dennoch bleiben sie ein wichtiges Symbol des alten, maritimen Lebens in chinesischen Hafenstädten.
In einigen Teilen Südostasiens sind Sampans noch zu sehen, oft als Touristenattraktion oder für die kleinskalige Fischerei.
Spezifikationen :
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Zeichnungsnummer |
10.05.025 |
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Autor |
W. Asbach |
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Beschreibung |
Shanghai Sampan (um 1927) |
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Qualität |
allgemeiner Plan; Spanten/Linien; Schnitte; Riggplan; Details; Beschreibung |
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Maßstab |
1 : 16 |
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Anzahl Blätter A00 |
0 |
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Anzahl Blätter A0 |
1 |
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Anzahl Blätter A1 |
0 |
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Anzahl Blätter A2 |
0 |
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Anzahl Blätter A3 |
0 |
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Anzahl Blätter A4 |
1 |
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Gesamtzahl der Zeichnungsblätter |
2 |
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Anzahl Blätter A4 Text |
5 |
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Gewicht in Gramm |
125 |
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Besonderheiten |
Ein fast überall in China verwendetes Arbeitsboot. |