MBT 10.20.016 Walfangschiff MS „Willem Barendsz II“ (1955) – Mij. v.d. Walvisvaart

Artikelnummer:: 10.20.016

DieWillem Barendsz(II) war das zweite niederländischeWalfangfabrikschiff(nach derWillem Barendsz (I)), das zwischen 1955 und 1964 als Mutter- und Fabrikschiff für neun Walfang-Expeditionen in den Gewässern rund umdie Antarktisfür dieNederlandsche Maatschappij voor de Walvischvaart(NMW) eingesetzt wurde.

Das Schiff wurde 1951 von der NMW bei der WerftNV Dok en Werf Maatschappij Wilton-FijenoordinSchiedamin Auftrag gegeben. Die Taufe und der Stapellauf des Schiffes am20. November1954waren ein nationales Ereignis mit enormer Medienaufmerksamkeit und galten als wichtiger Ausdruck des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Die Übergabe des Schiffes von der Werft an den Eigner erfolgte am 9. Juli 1955.

Im Jahr 1964 beschloss dieNMW, den Betrieb aufgrund zunehmender Fangbeschränkungen einzustellen. Um die Fangrechte für die Saisonen 1964/65 und 1965/66 zu Geld machen zu können, musste gleichzeitig auch das Schiff verkauft werden. Dies geschah im Jahr 1964, jedoch in der Weise, dass das Schiff sofort wieder zurückgekauft wurde. Anschließend wurde das Schiff an Atlantic Harvesters (Pty) Ltd verkauft, ein Fischereiunternehmen inSüdafrika, das das Schiff nach den erforderlichen Umbauten für die Herstellung vonFischmehl,Fischöl undanderen Produkten an der südafrikanischen Küsteeinsetzen wollte. Zu diesem Zweck wurde eigens die Willem Barendsz Co Ltd gegründet, an der die NMW eine Beteiligung erwarb. Am 27. Oktober 1965 wurde das Schiff an den neuen Eigentümer übergeben. Es behielt den NamenWillem Barendsz,hattenun aberKapstadt als Heimathafen. Am 8. Februar 1966 verließ es Amsterdam endgültig auf dem Weg nach Kapstadt. Nach einem Umbau wurde es 1967 in Dienst gestellt.

Im Jahr 1973 wurde das Schiff an die Korea Wonyang Fisheries Co Ltd inBusan(Südkorea)verkauft und inYu Sin ( offiziell:Yu Sin Ho, „Reformschiff“) umgetauft. Es wurde zu einem Fischmehlverarbeitungsschiff umgebaut. Am 5. Mai 1974 lief es zum ersten Mal mit einer Flotte von achtzehn Fischereifahrzeugen zur ersten Fangsaison imBeringmeer aus, die im Oktober endete. Im darauffolgenden Jahr wurde das Schiff weiter mit Tiefkühlanlagen und einer zweitenFischmehlmaschine ausgestattet. Am 5. Mai 1976 lief es von Busan aus zur zweiten Fangsaison im Beringmeer aus, nun mit einer Flotte von dreißig Fischereifahrzeugen. Infolge sinkender Fangquoten für das Beringmeer blieb das Schiff in den folgenden Jahren stillgelegt und wurde nur noch gelegentlich vor der südkoreanischen Küste eingesetzt.

Im Jahr 1978 wurde das Schiff inGae Cheog No I ( offiziell:Gae Cheog Ho No I, „Pionierschiff“) umbenannt, 1980 wurde der Name zuGae Cheog verkürzt. Erst im Januar 1981 lief es wieder von Busan aus in die Beringsee aus, um die dritte Fangsaison zu beginnen, die nun bis November dauerte. Dies wiederholte sich in den folgenden Jahren. Im Jahr 1983 wurde das Schiff jedoch erneut stillgelegt. Im Jahr 1986 wurde das Schiff inOcean Pioneer umgetauft und erneut in derBeringsee eingesetzt. Im Jahr 1996 erhielt das Schiff wieder den NamenGae Cheog.

Im Jahr 2001 wurde das Schiff an eine Abwrackwerft inXinhui ( ProvinzGuangdong,China)verkauft. Am 1. Juni 2001 lief es in Xinhui ein. Danach wurde es verschrottet.



Technische Daten:

Zeichnungsnummer

10.20.016

Autor

W. van de Kemp

Beschreibung

Walfangschiff MS „Willem Barendsz II“ (1955) – Mij. v.d. Walvisvaart

Qualität

Einzelne Querschnitte bis zur Wasserlinie; Seitenansicht; Draufsicht; Decks

Maßstab

500

Anzahl der Blätter A00

0

Anzahl der Blätter A0

0

Anzahl der Blätter A1

0

Anzahl der Blätter A2

1

Anzahl der Blätter A3

0

Anzahl der Blätter A4

0

Gesamtzahl der Zeichnungsblätter

1

Anzahl der A4-Seiten Text

0

Gewicht in Gramm

45

Besonderheiten

Gesamtlänge 41 cm

dM 1956/5,6

Kopie des Artikels: 12.20.016 (4 Seiten)

Anmerkungen

0 Sterne, basierend auf 0 Bewertungen