Artikelnummer:: 10.20.035

Das Fehlen eines Flaggschiffs für die ostindischen Gewässer – das dritte Schiff der Java-Klasse war in den 1920er Jahren gestrichen worden – führte um 1930 zu der Entscheidung, die „De Ruyter“ zu bauen. Der Kiel wurde am 16. September 1933 beider Werft Wilton-Fijenoord in Rotterdam gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 11. März 1935. Am 3. Oktober 1936 war der Bau abgeschlossen. Die Hr.Ms. De Ruyter wurde in den ostindischen Gewässern in Dienst gestellt.

Entwurf[bearbeiten]

Das Schiff war 170,92 Meter lang, 15,7 Meter breit und hatte einen Tiefgang von 5 Metern. Die Wasserverdrängung betrug 6442 Standardtonnenund 7822 Tonnen bei voller Beladung. Die Maschinen des Schiffes leisteten 66.000 PS, womit eine Geschwindigkeit von 32 Knoten erreicht werden konnte. Das Schiff wurde von 437 Mann bemannt.[1]

Die Hauptbewaffnung der De Ruyter bestand aus der bemerkenswerten Anzahl von sieben 150-mm-Kanonen, die in drei Doppeltürmen und einem Einzelturm angeordnet waren. Im ursprünglichen Entwurf waren sechs Kanonen vorgesehen (drei Doppeltürme). Nachdem man erkannte, dass das Schiff einen Geschwaderkommandanten mit dessen Stab beherbergen musste, wurde der Entwurf etwas vergrößert. Dadurch entstand Platz für eine zusätzliche Kanone. Die zusätzliche Kanone befindet sich in B-Position, auf dem Vordeck, hinter und etwas höher als der vordere Doppelturm. Man wollte nicht noch mehr Geld ausgeben, um Platz für einen Doppelturm zu schaffen. Würden die Kanonen des vorderen Doppelturms nach oben versetzt, sodass alle drei Kanonen am Vorschiff gut sichtbar wären, würde das Schiff aus der Ferne Ähnlichkeit mit den deutschen Panzerschiffen der Deutschland-Klasse aufweisen, die am Vorschiff einen Dreifachturm trugen.

Der Entwurf der De Ruyter diente wiederum als Vorlage für die Kreuzer der Eendracht-Klasse, die wesentlich größer waren und 10 Kanonen von 150 mm (2x3 und 2x2) tragen sollten.

Die Sekundärbewaffnung war relativ leicht und bestand aus 10 Kanonen (oder Maschinengewehren) von 40 mm in 5 Doppelanordnungen. Die Anordnung am Heck war jedoch gut gewählt: Alle Geschütze hatten ein optimales Schussfeld und die Feuerleitung warbesonders gut.

Auch im Hinblick auf lange Patrouillen in den weitläufigen indischen Gewässern konnte der Kreuzer zwei Flugzeuge an Bord nehmen. Bemerkenswerterweise entschied sich Doorman jedoch am Vorabend der Seeschlacht in der Javasee, keine Flugzeuge mitzuführen.

Der Entwurf der De Ruyter wies eine Reihe von Vorzügen auf. Dennoch war das Schiff für seine Größe relativ schwach bewaffnet und leicht gepanzert. Wäre etwas mehr Geld bereitgestellt worden, wäre das Schiff wesentlich besser ausgerüstet gewesen



Technische Daten:

Zeichnungsnummer

10.20.035

Autor

H. Groen

Beschreibung

Königlicher Marinekreuzer „De Ruyter“ (1936)

Qualität

Spanten; Seitenansicht; Draufsicht; einige Details

Maßstab

1 : 500

Anzahl der Blätter A00

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Anzahl der Blätter A0

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Anzahl der Blätter A1

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Anzahl der Blätter A2

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Anzahl der Blätter A3

1

Anzahl der Blätter A4

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Gesamtzahl der Zeichnungsblätter

1

Anzahl der A4-Seiten (Text)

0

Gewicht in Gramm

35

Besonderheiten

Gesamtlänge 34 cm

dM 1955/11, 1982/2

Kopie des Artikels: 12.20.035 (9 Seiten)

Anmerkungen

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