| Artikelnummer:: | 10.17.003 |
Spezifikationen :
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Zeichnungsnummer |
10.17.003 |
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Autor |
M.J.H. Bosman |
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Beschreibung |
Motorrettungsboot "Bernard van Leer" (1965) - KNZHRM |
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Qualität |
Spantenriss/Linien 1:25; Seitenansicht; Deckplan; Schnitte |
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Maßstab |
1 : 50 |
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Anzahl Blätter A00 |
0 |
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Anzahl Blätter A0 |
2 |
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Anzahl Blätter A1 |
0 |
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Anzahl Blätter A2 |
0 |
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Anzahl Blätter A3 |
0 |
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Anzahl Blätter A4 |
0 |
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Gesamtzahl Blätter Zeichnung |
2 |
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Anzahl Blätter A4 Text |
0 |
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Gewicht in Gramm |
105 |
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Besonderheiten |
L.ü.A. 41 cm |
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Anmerkungen |
Die „Bernard van Leer“ ist eines von fünf Rettungsbooten der sogenannten „Carlot-Klasse“ der Noord Zuid Hollandse Redding Maatschappij (NZHRM). Das Boot wurde 1965 auf der Schiffswerft Niestern in Delfzijl gebaut, ist 20,37 Meter lang, 4,5 Meter breit und wiegt 53 Tonnen. Das Rettungsboot ist selbstaufrichtend und verfügt über zwei 140 PS Kromhout-Dieselmotoren (Typ 8 TS 117) mit jeweils einem Fünfblattpropeller. Das Boot fährt bei maximaler Leistung 10,6 Knoten pro Stunde (gut 19 km pro Stunde) bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 15 Litern Diesel pro Stunde pro Motor. Das Boot ist in 28 wasserdichte Abteilungen unterteilt und hat eine Reichweite von circa 1800 Seemeilen.
Die Bernard van Leer ist, ebenso wie die anderen Schiffe der Carlot-Klasse, ein sogenanntes geschlossenes Rettungsboot. Ihre illustren Vorgänger der Insulinde-Klasse und der darauf folgenden Prins-Hendrik-Klasse waren offene Rettungsboote, die von außen gesteuert wurden. Die geschlossenen Rettungsboote konnten noch schwereres Wetter trotzen, und ihre Selbstaufrichtungsfähigkeit hat sich während ihrer Rettungseinsätze nie als notwendig erwiesen: Keines der Boote der Carlot-Klasse ist während Rettungsarbeiten gekentert. Schiffsführer und Besatzungsmitglieder, die auf diesen Schiffen ihre Rettungsarbeiten durchgeführt haben, sind daher immer noch sehr zufrieden mit der Leistung dieser Boote: „…man merkt, was das Schiff bei schwerem Wetter macht; es neigte sich regelmäßig so stark, dass das Wasser bis zur Oberkante der Steuerhausfenster reichte, aber kentern, nein, das Schiff kam immer wieder aufrecht…das gibt einem ein enormes Vertrauen in ihre Fähigkeiten“, so ein ehemaliger Bootsmann.
Die Bernard van Leer war 32 Jahre lang auf der Station Scheveningen im Einsatz, von 1965 bis 1997 prägte sie dort das Bild des Hafens. Sie hat mehrere spektakuläre Rettungen auf ihrem Konto. Die bekannteste ist die des Sendeschiffs Veronica am 2. April 1973. Bei Windstärke 12 riss in der Nacht vom 2. auf den 3. April die Veronica von ihren Ankern. Die Bernard van Leer lief aus und rettete die gesamte Besatzung.